"Die CSU rüttelt am §218"

Micky Wenngatz, AsF Landesvorsitzende

07. März 2019

Die SPD-Frauen in Bayern werfen der CSU Kumpanei mit fundamentalistischen Abtreibungsgegnern vor. Hintergrund ist eine angemeldete Demonstration am 8. März vor der Landeszentrale der BayernSPD, zu der die CSU gemeinsam mit der "Aktion Lebensrecht für Alle e.V."(ALfA) aufruft.

Micky Wenngatz, Landesvorsitzende der bayerischen SPD-Frauen (AsF), ist schockiert:

„Ausgerechnet am Internationalen Frauentag will die CSU mit den fundamentalistischen, frauenfeindlichen Abtreibungsgegnern des Vereins ALfA, die vor der Verbreitung von Fake News nicht zurückschrecken, gemeinsame Sache machen und vor der SPD-Zentrale in München demonstrieren.“

„Die CSU will den Frauen das Recht auf straffreie Abtreibung nehmen“

Micky Wenngatz betont: „Die CSU nutzt die andauernde Diskussion um den Paragrafen 219a, um Ärzte und Ärztinnen zu kriminalisieren, die Frauen über Abtreibungen in ihrer Praxis informieren. Damit rüttelt die Partei letztlich auch am Paragrafen 218. Die CSU will den Frauen das Recht auf straffreie Abtreibung nach Beratung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche nehmen. Das zeigt die Partei durch ihre Kumpanei mit den fundamentalistischen Abtreibungsgegnern von ALfA.“

Auszeichnung mit der „Roten AsF-Rose“ stärkt Recht auf Informationsfreiheit

Micky Wenngatz unterstützt die von der CSU frontal angegriffene SPD Ostallgäu: „Mit dieser Auszeichnung stellen sich die SPD im Ostallgäu und die SPD-Frauen vor Ort ausdrücklich hinter das Recht aller Frauen auf Informationsfreiheit zum Thema Abtreibung – und ich schließe mich ihnen an.“

Zum Hintergrund: Der Demonstrationsaufruf des Konservativen Aufbruchs der CSU richtet sich gegen die Auszeichnung mit der „Roten AsF-Rose“ der Ärztin Kristina Hänel und des Arztes Friedrich Stapf, die auch Schwangerschaftsabbrüche in ihren Praxen vornehmen und darüber informieren. Die SPD-Frauen und der SPD-Unterbezirk im Landkreis Ostallgäu und in Kaufbeuren verleihen seit 1998 anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März alljährlich die "Rote AsF-Rose". Mit diesem Preis werden Personen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Gleichstellung verdient gemacht haben.

Die sogenannte Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) verbreitet auf ihrer Vereins-Webseite https://www.alfa-ev.de/ unter anderem die Behauptung, dass Frauen aufgrund von Abtreibungen unter psychischen Problemen litten. Dies ist wissenschaftlich widerlegt.

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